Das House of Participation

"Digitale Demokratie bedeutet für mich nicht nur Kontrolle über Technologien, sondern die Fähigkeit, digitale Anwendungen und Plattformen so zu gestalten, dass sie unsere demokratischen Werte stützen, anstatt sie zu gefährden"
Dr. Jonas Fegert
Leitung

Das House of Participation (HoP) ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Kompetenzzentrum für Digitale Demokratie und Partizipation am FZI Forschungszentrum InformatikWir verbinden Informatik, Sozial- und Politikwissenschaften, um zu verstehen, wie digitale Technologien demokratische Prozesse verändern – und wie sie so gestaltet werden können, dass sie demokratische Werte stärken statt untergraben. 
Im Zentrum unserer Arbeit stehen digitale Beteiligungsformen, Online Social Networks, Künstliche Intelligenz sowie die Analyse von gesellschaftlicher Stimmung, Polarisierung und Informationsmanipulation. Gemeinsam mit Partner*innen aus Wissenschaft, Politik, Medien, Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickeln wir praxisnahe Lösungen für resiliente Demokratien.

Digitale Demokratie in Zeiten von Krisen

Demokratien stehen unter Druck. Digitale Plattformen prägen öffentliche Debatten, algorithmische Mechanismen beeinflussen Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit, Desinformation und Deepfakes untergraben Vertrauen in Medien und Institutionen. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von wenigen globalen Plattformbetreibern – mit weitreichenden Folgen für digitale Souveränität und staatliche Handlungsfähigkeit.

Unsere Forschung setzt genau hier an:Wir untersuchen, wie digitale Plattformmechanismen auf demokratische Kultur wirken, welche Formen von Informationsmanipulation gesellschaftliche Spaltung verstärken und welche technischen, regulatorischen und partizipativen Ansätze geeignet sind, demokratische Resilienz zu stärken.

Forschung, die Wirkung entfaltet

Das HoP betreibt technologiegetriebene Demokratieforschung. Unsere Projekte verbinden empirische Sozialforschung, Data Science und KI mit partizipativen Designansätzen. Dazu gehören unter anderem:

  1. die Analyse gesellschaftlicher Stimmungen in Krisenzeiten (SOSEC),

  2. die Simulation von Plattformmechanismen mithilfe digitaler Zwillinge (TWON),

  3. die Erkennung von Desinformation und Deepfakes durch erklärbare KI (DeFaktS, MuDDi, DiscoBoard, kuKI),
  4. sowie die Entwicklung inklusiver digitaler Beteiligungsformate – von XR-basierten Planungsprozessen bis hin zu Bildungs- und Citizen-Science-Ansätzen (TakePart, VIRTUS). 
  5.  

Dabei verstehen wir unseren Auftrag nicht nur als Analyse, sondern als Gestaltungsaufgabe: Wir entwickeln konkrete Werkzeuge, Prototypen und Transferformate, die in Verwaltung, Medien, Zivilgesellschaft und Bildung eingesetzt werden können.