Digitale Demokratie und Teilhabe neu denken
Krisen, gesellschaftliche Polarisierung und die Manipulation von Informationen setzen Demokratien zunehmend unter Druck. Die Digitalisierung hat neue Möglichkeiten der politischen Teilhabe geschaffen, doch zugleich können soziale Netzwerke algorithmisch gesellschaftliche Konflikte begünstigen. Die Herausforderung besteht darin, die Digitale Demokratie aktiv zu gestalten, um Partizipation, Transparenz und Resilienz zu stärken.
Das House of Participation (HoP) setzt genau hier an: Wir erforschen und entwickeln innovative Technologien für eine inklusive, moderne und widerstandsfähige Digitale Demokratie. Als erste Forschungsinitiative haben wir einen definitorischen Aufschlag zur Digitalen Demokratie gemacht und damit den wissenschaftlichen Diskurs in diesem Bereich maßgeblich geprägt (siehe Themen). Unser Ziel ist es, Bürger*innen, Mitarbeitende und Organisationen mit digitalen Werkzeugen auszustatten, die eine faire und effektive Beteiligung ermöglichen.
Warum Digitale Demokratie?
Die digitale Welt ist längst Teil unserer politischen Realität. Politische Entscheidungen werden online diskutiert, Meinungsbildung findet in sozialen Netzwerken statt und neue Technologien verändern den öffentlichen Diskurs. Doch digitale Plattformen bringen nicht nur Chancen, sondern auch Risiken: Desinformation, Polarisierung und algorithmische Verzerrungen können demokratische Prozesse gefährden. Damit Demokratie auch im digitalen Zeitalter widerstandsfähig bleibt, braucht es innovative Lösungen, die Partizipation erleichtern, Manipulation verhindern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Warum digitale Partizipation?
Ob nachhaltige Stadtentwicklung, Mobilitätswandel oder Energiewende – gesellschaftliche Transformationsprozesse gelingen nur, wenn die Bevölkerung einbezogen wird. Digitale Beteiligung eröffnet neue Wege, um Meinungen, Ideen und Wissen aus verschiedenen Perspektiven in Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. Doch welche Form der Partizipation ist sinnvoll? Wie müssen digitale Plattformen gestaltet sein, um eine faire, transparente und inklusive Teilhabe zu ermöglichen?
Unsere Expertise
Das House of Participation stellt sich diesen Fragen und entwickelt forschungsbasierte Lösungen für digitale Beteiligungsformate. Dabei stehen nicht nur technische Innovationen im Fokus, sondern auch die Gestaltung von Prozessen, die eine hohe Nutzer*innenfreundlichkeit und gesellschaftliche Wirkung erzielen.
Das HoP ist eine Initiative des FZI Forschungszentrum Informatik und arbeitet eng mit der Forschungsgruppe Digital Democracy & Participation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen. Gemeinsam verbinden wir interdisziplinäre Expertise aus Informatik, Wirtschaftsinformatik, Sozial- und Kommunikationswissenschaften, um digitale Beteiligungsplattformen zu erforschen, zu entwickeln und zu evaluieren. Unser Ziel ist es, digitale Technologien nutzbar zu machen – für Bürger*innen, Unternehmen, Politik und Verwaltung.
- Forschung & Beratung – Wissenschaftliche Begleitung von Partizipationsprojekten, um Chancen und Herausforderungen digitaler Beteiligung zu identifizieren.
- Technologische Entwicklung – Gestaltung und Evaluation innovativer Plattformen, die demokratische Prozesse unterstützen oder die technologiegetriebene Demokratieforschung voranbringen
- Vernetzung & Wissenstransfer – Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, um die Digitale Demokratie gemeinsam zu organisieren.